Doku-Zentrum

Aktuelles Projekt zur Geschichte der Mikroskopie

 

An der Universität Rostock wurde im Rahmen des Projektes „Transformation wissenschaftlichen Wissens in den Lebenswissenschaften: Zellbiologie und Morphologie im Wandel“ (gefördert durch Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern 2012-2014) ein Dokumentations-Zentrum mit den Dokumenten zur Geschichte der Mikroskopie und anderer bildgebender Verfahren der Biologie (BioImaging) etabliert. Das Institut für zelltechnologie e.V. ist Partner in diesem Projekt und stellt seine Unterlagen der universität zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung.
Die bisher vorhandenen mehrsprachigen Materialien wurden zusammengetragen im vorhergehenden Projekt Landes-Exzellenz-Förderprogramm Mecklenburg-Vorpommern 2009-2011 (Transformation des naturwissenschaftlichen Wissens: Zellbiologie und Mikroskopie).
Die aktuelle Bearbeitung baut auf Vorgängerprojekten auf und soll die Dokumente allen Besuchern vor Ort zugänglich machen. Die Projektleiter sind Priv. Doz. Dr. S. Kuznetsov und Prof. D. G. Weiss. Mitarbeiter sind Thomas Hübner (Ingenieur für Medien- und Informationstechnik) und Thomas Borowitz (Medizin-/Biologie-Dokumentar).

 

Das Dokumentationszentrum umfasst:

1. Archivmaterial
• ca. 15.000 digitale Bilder von Mikroskopen und Zubehör aller Hersteller von 1900 bis heute, eigene und autorisierte Bilder aus anderen Mikroskopsammlungen
•  ca. 1.100 Bilder von Mikroorganismen und Zellen aus verschiedenen Forschungs-Projekten
• ca. 1.700 Gebrauchsanleitungen, Preislisten und Broschüren der Hersteller in deutscher, zum Teil auch in englischer, französischer, russischer oder spanischer Sprache, weitgehend in digitalisierter Form
• Handbibliothek mit über 300 Büchern zur Mikroskopie und mikroskopischen Objekten; 170 Titel Bestimmungskarten
• ca. 800 Stunden digitalisierte Video- und Filmsequenzen und den Jahren 1960 bis heute, 1/3 davon aus dem Mikroskopie-Zentrum der Universität Rostock und 1/3 mit Forschungsergebnissen, die gemeinsam mit Prof. Allen in Woods Hole USA gewonnen wurden
• ca. 50 Stunden Tondokumente mit Interviews und Vorträgen von Zeitzeugen, z.B. Vorträge im Mikroskopie-Kurs in Woods Hole Massachusetts von 1988, Vorträge von Robert Allen, Shinja Inoue und anderen namhaften Fachleuten aus der frühen Zeit der digitalen Mikroskopie, sowie Kongressbeiträge und Rundfunkmitschnitte
• Unterlagen zu den bahnbrechenden Arbeiten von Prof. Josef Spek, Universität Heidelberg und später Direktor des Zoologischen Instituts der Universität Rostock, über seine Versuche zu Lebendzell-Färbungen (pH-Farbstoffe, Lipidmarker u.a.) sowie seine über 200 Original-Farbstoffe aus der Zeit von 1920 bis 1950

Zwei Computerarbeitsplätze Diese Computer wurden als Terminalstationen für die Gäste des Dokumentationszentrums zur Durchführung ihrer Vor-Ort-Recherchen eingerichtet.

Digitalisierungsstationen für Videobänder, Audio-Medien und Printmedien
Es werden verschiedene Abspielgeräte für die aktuellen und inzwischen historischen analogen Bild und Video-Speichertechnologien bereit gehalten (Tonbandgeräte, Digitizer, Archivierungssoftware, verschiedene ältere Videoformate wie U-matic u.a, jeweils für die europäischen Standards (PAL, SECAM) und die der USA (NTSC), zusammen 12 Geräte).

video-digitalisierungsstation